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AGB FÜR ÜBERSETZUNGS- UND DOLMETSCHAUFTRÄGE

Übersetzungsarbeiten und Dolmetscheinsätze stellen eine besondere Art von Dienstleistungen dar. Sie können daher nur zu diesen Geschäftsbedingungen ausgeführt werden. Anders lautende Bedingungen, auch wenn sie sich auf dem Auftragsvordruck des Auftraggebers befinden, werden nicht anerkannt. Anders lautende Vereinbarungen bedürfen unserer ausdrücklichen schriftlichen Bestätigung. Der Auftraggeber unterwirft sich uneingeschränkt den AGB, die Grundlage dieses Vertrages sind. Der Auftraggeber erklärt, dass ihm die Bedingungen vor Auftragvergabe übermittelt wurden und dass er sie gelesen und verstanden hat.

1. Umfang der Leistung

1.1 Für den Umfang der Leistung gelten, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart ist, folgende Bedingungen.
1.2 Der Auftraggeber verpflichtet sich mitzuteilen, wofür er die Übersetzung verwenden will, z.B. ob sie
1.2.1 nur der Information,
1.2.2 der Veröffentlichung u. Werbung,
1.2.3 für rechtliche Zwecke oder Patentverfahren,
1.2.4 irgendeinem anderen Zweck dienen soll, bei dem eine besondere Übersetzung der Texte durch den damit befassten Übersetzer von Bedeutung ist.
1.3 Der Auftraggeber darf die Übersetzung nur zu dem angegebenen Zweck verwenden. Für den Fall, dass der Auftraggeber die Übersetzung für einen anderen Zweck verwendet als den, für den sie in Auftrag gegeben und geliefert wurde, hat der Auftraggeber keinerlei Ansprüche auf Schadenersatz gegen das Übersetzungsbüro, in der Folge Auftragnehmer genannt.
1.4 Wird der Zweck einer Übersetzung dem Auftragnehmer nicht bekannt gegeben, so hat der Auftragnehmer die Übersetzung nach bestem Wissen zum Zwecke der Information (siehe Punkt 1.2.1) auszuführen.
1.5 Übersetzungen sind vom Auftragnehmer, so nichts anderes vereinbart ist, in einfacher Ausfertigung per Datenfernübertragung (Word-Dokument per E-Mail), nur nach beidseitiger schriftlicher Vereinbarung in maschinschriftlicher Form auf Papier oder auf elektronischem Datenträger, vorzulegen.
1.6 Ist nichts anderes vereinbart, so gelten für die formale Gestaltung die Regelungen der DIN 2345 („Übersetzungsaufträge“), sowie ÖNORM D 1200:2000 („Übersetzen und Dolmetschen – Übersetzungsdienstleistungen – Anforderung an die Dienstleistungen und an die Bereitstellung der Dienstleistung“).
1.7 Sofern der Auftraggeber die Verwendung einer bestimmten Terminologie wünscht, muss er dies dem Auftragnehmer bei gleichzeitiger Übermittlung der erforderlichen Unterlagen dafür bekannt geben. Dies gilt auch bei Sprachvarianten.
1.8 Die fachliche und sprachliche Richtigkeit des Ausgangstextes fällt ausschließlich in die Verantwortlichkeit des Auftraggebers.
1.9 Der Auftragnehmer hat das Recht, den Auftrag an gleich qualifizierte Dritte weiterzugeben. In diesem Falle bleibt er jedoch ausschließlicher Auftragnehmer.
1.10 Der Name des Auftragnehmers darf nur dann der veröffentlichten Übersetzung beigefügt werden, wenn der gesamte Text von diesem übersetzt wurde bzw. wenn keine Veränderungen vorgenommen wurden, zu denen der Auftragnehmer nicht seine Zustimmung gegeben hat.

2. Honorare

2.1 Die Honorare (Preise) für Übersetzungen bestimmen sich nach den Tarifen (Preislisten) des Auftragnehmers, die für die jeweilige besondere Art der Übersetzung anzuwenden sind. Alle durch Kostenrechner (Homepage) des Auftragnehmers ersichtlichen Preise verstehen sich als Richtpreise in Euro und beinhalten keine Mehrwertsteuer.
Übersetzungen werden nach Zeilen des zu übersetzenden Textes (Ausgangstext)in der jeweiligen Ausgangssprache, ihres Schwierigkeitsgrades (siehe Pkt. 2.14 und Kostenrechner: unterschiedliche Textsorten, z.B. Allgemein, Technik . . .) und ihrer Dringlichkeit berechnet, ausgenommen Dokumente. Letztere werden nach Seiten berechnet.
1 Zeile = 55 Anschläge (Zeichen inklusive Leerzeichen), 1 Seite = 30 Schreibmaschinenzeilen (DIN A4)
Als Mindestpreis wird ein Betrag von Euro 50,- (exkl. MwSt.) in Rechnung gestellt, dieser Betrag entspricht in etwa einer Seite (DIN A4).
2.2 Leistungen, die an Aufwand den Rahmen einer einfachen Textverarbeitung überschreiten, werden nach Vereinbarung verrechnet (z.B. Vorlagen werden in speziellen Dateiformaten geliefert; eine besondere grafische Form, die eigene Software erfordert, wird vom Auftraggeber verlangt).
2.3 Ist nichts anderes vereinbart, so bildet der Ausgangstext, der vom Auftraggeber zu übersetzende Text, die Berechnungsbasis.
2.4 Wurde ein Kostenvoranschlag abgegeben, so gilt dieser nur dann, wenn er schriftlich abgegeben wurde.
2.4.1 Andere Kostenvoranschläge gelten nur als unverbindliche Richtlinie.
2.4.2 Der Kostenvoranschlag wird nach bestem Fachwissen erstellt, es kann jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden. Sollten sich nach Auftragserteilung Kostenerhöhungen im Ausmaß von über 15 % ergeben, so wird der Auftragnehmer den Auftraggeber davon unverzüglich verständigen. Handelt es sich um unvermeidliche Kostenüberschreitungen bis 15 %, ist eine gesonderte Verständigung nicht erforderlich und können diese Kosten ohne weiteres in Rechnung gestellt werden.
2.5 Kostenvoranschläge, die ohne Einsicht in die Übersetzungsunterlagen abgegeben werden, gelten nur als unverbindliche Richtlinie. Der Auftraggeber ist auch ohne Information nach Punkt 2.4.2 verpflichtet, sofern vom Auftragnehmer kein neuer Kostenvoranschlag erstellt wird, die tatsächlichen Kosten der Übersetzung nach Punkt 2.1 zu bezahlen.
2.6 Sofern nichts anderes vereinbart ist, können Auftragsänderungen oder Zusatzaufträge zu angemessenen Preisen in Rechnung gestellt werden.
2.7 Kollektivvertragliche Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen berechtigen den Auftragnehmer zur nachträglichen Preiskorrektur.
2.8 Es gilt Wertbeständigkeit der Forderung samt Nebenforderungen. Als Maß der Berechnung der Wertbeständigkeit dient der vom Österreichischen Statistischen Zentralamt monatlich verlautbarte Verbraucherpreisindex oder ein an seine Stelle tretender Index. Als Bezugsgröße dient die für den Monat des Vertragsabschlusses errechnete Indexzahl. Schwankungen der Indexzahl nach oben oder unten bis ausschließlich 2,5 % bleiben unberücksichtigt. Dieser Spielraum ist bei jedem Überschreiten nach oben oder unten neu zu berechnen, wobei stets die erste außerhalb des jeweils geltenden Spielraums gelegene Indexzahl die Grundlage sowohl für die Neufestsetzung des Forderungsbetrage als auch für die Berechnung des neuen Spielraumes zu bilden hat. Die sich so ergebenden Beträge sind auf eine Dezimalstelle aufzurunden.
2.9 Für die Überprüfung von Fremdübersetzern kann das volle Honorar einer Erstübersetzung in Rechnung gestellt werden.
2.10 Für Express- und Wochenendarbeiten können angemessene Zuschläge verrechnet werden (s. Pkt. 2.13).
2.11 Der Preis für Dolmetscherleistungen erfolgt auf Stundenbasis oder Tagessatz, angefangene Stunden werden auf 30 bzw. 60 Minuten aufgerundet. Hinzu kommen Nebenkosten wie Tagegeld, Reise- und Übernachtungskosten, Kosten für PKW oder andere Beförderungsmittel. Fahrzeiten werden mit 50% des jeweiligen Honorarsatzes und die Fahrtkosten in der tatsächlichen Höhe in Rechnung gestellt. Die Anrechnung erfolgt nach Vereinbarung mit dem Auftraggeber.
2.12 Dolmetsch-Tarife richten sich ähnlich der Übersetzungstätigkeit nach der zu übersetzenden Sprachen, ihrem Schwierigkeitsgrad und ihrem temporalen Aufwand. Tarifauskünfte bekommt der Auftraggeber direkt beim Auftragnehmer.
2.13 Für die Erledigung von Eilaufträgen, deren Anfertigung die Leistung von Überstunden außerhalb der regulären Arbeitszeit (z.B. abends oder über das Wochenende) erforderlich macht, wird ein Zuschlag von 25% bis zu 100% in Rechnung gestellt. Dies gilt in gleichem Maße für Übersetzungen wie Dolmetschleistungen.

2.14 Schwierigkeit:

a) Einfach: Allgemeine Texte, die keine Fachausdrücke aus Technik, Wirtschaft, Recht, Medizin usw. enthalten.

b) Mittelschwer: Texte, die teilweise Fachausdrücke enthalten und/oder eine komplizierte Gesamtkomposition haben.

c) Schwer: Texte, die häufig Fachausdrücke enthalten und/oder eine komplizierte Gesamtkomposition aufweisen (techn. Handbücher, Verträge, notarielle Urkunden, fachbezogene Korrespondenz usw.).

d) Besonders schwer: Texte, die sowohl aufgrund der verwendeten Fachterminologie als auch der Thematik vom Übersetzer über das Sprachwissen hinaus ein vertieftes Fachwissen erforderlich machen.

e) Werbewirksam: Texte, die nach der Übersetzung noch in Hinsicht auf Werbewirksamkeit mentalitätsgerecht überarbeitet werden müssen.

Die Beurteilung der Texte entsprechend der o.g. Schwierigkeitsabstufung, sowie die Festlegung der Zuschläge behalten wir uns vor.

3 . Lieferung

3.1 Hinsichtlich der Frist für Lieferung der Übersetzung sind die beiderseitigen schriftlichen Erklärungen maßgebend. Ist das Lieferdatum ein wesentlicher Bestandteil des vom Auftragnehmer angenommenen Auftrages, so hat der Auftraggeber dies im Vorhinein ausdrücklich bekannt zu geben. Voraussetzung für die Einhaltung der Lieferfrist ist der rechtzeitige Eingang sämtlicher vom Auftraggeber zu liefernden Unterlagen im angegebenen Umfang (z.B. Ausgangstexte und alle erforderlichen Hintergrundinformationen) sowie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen und sonstigen Verpflichtungen. Werden diese Voraussetzungen nicht rechtzeitig erfüllt, so verlängert sich die Lieferfrist angemessen.
3.2 Die Nichteinhaltung der Lieferfrist berechtigt den Auftraggeber nur dann zum Rücktritt vom Vertrag, wenn die Lieferfrist als fixe ausdrücklich vereinbart wurde (siehe Punkt 3.1 erster Absatz) und der Auftraggeber alle Voraussetzungen des Punktes 3.1 zweiter Absatz erfüllt hat. Schadenersatzansprüche des Auftraggebers sind ausgeschlossen, davon ausgenommen sind vorsätzlich oder grob fahrlässig verschuldete Schäden.
3.3 Wenn nichts anderes vereinbart ist, erfolgt die Lieferung hauptsächlich durch Datenfernübertragung (E-Mail, Internet), per Post oder Telefax.
3.4 Die vom Auftraggeber gewünschte Lieferfrist (s.Pkt.3.1), siehe Kostenrechner und Auftrag, bezieht sich auf Werktage, diese sind Montag bis Freitag, ausgeschlossen davon sind in ihnen enthaltene österreichische gesetzliche Feiertage.
3.5 Bei Nichteinhalten eines vereinbarten Liefertermins kommt der Auftragnehmer jedoch erst dann in Verzug, wenn der Auftraggeber die Ablieferung der Übersetzungsarbeit schriftlich angemahnt und eine angemessene Nachfrist gesetzt hat.
3.6 Diese Frist beginnt mit dem Eingang der Anmahnung. Ist die Ablieferung der Übersetzungsarbeiten durch vom Auftragnehmer nicht zu vertretende, unvorhergesehene Ereignisse oder höhere Gewalt nicht möglich (z.B. Verkehrsstörungen, Ausfall der Stromversorgung, plötzliche Erkrankung des Übersetzers, Streik, Ausfall des Providers . . .), so ist während dieser Zeit der Ablauf jeglicher Frist gehemmt. Die Frist beginnt erst wieder mit Beendigung oder Beseitigung genannter Störfaktoren.
3.7 Nach ergebnislosem Ablauf der Nachfrist kann der Auftraggeber die Annahme der Übersetzungsarbeit ablehnen und vom Vertrag zurücktreten, wenn er diese Rechtsfolgen in Verbindung mit der Anmahnung angedroht hat. Im Falle des Rücktritts erlöschen alle beiderseitigen Ansprüche.
3.8 Die mit der Lieferung (Übermittlung) verbundenen Gefahren trägt der Auftraggeber.
3.9 Ist nichts anderes vereinbart, so verbleiben die vom Auftraggeber dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellten Unterlagen nach Abschluss des Übersetzungsauftrages beim Auftragnehmer. Dieser hat keine Verpflichtung zur Aufbewahrung oder sonstigem Umgang damit. Der Auftragnehmer hat jedoch dafür zu sorgen, dass diese Unterlagen nicht vertragswidrig verwendet werden können.

4. Ausführung

4.1 Alle Übersetzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt. Fachausdrücke werden, sofern keine besonderen Anweisungen oder Unterlagen mitgegeben werden, in die allgemein übliche lexikographisch vertretbare bzw. allgemein verständliche Version übersetzt.

4.2 Übersetzungen werden je nach Bedeutung des Übersetzungstextes wörtlich bzw. sinngemäß und mentalitätsgerecht vorgenommen. Für den Fall, dass der Auftragnehmer aufgrund einer geleisteten Übersetzungsarbeit, wegen Verletzung eines bestehenden Urheberrechts (Copyright), aus irgendeinem Grunde in Anspruch genommen werden sollte, verpflichtet sich der Auftraggeber, den Auftragnehmer in vollem Umfang von einer solchen Haftung freizustellen.

5. Höhere Gewalt

5.1 Für den Fall der höheren Gewalt hat der Auftragnehmer den Auftraggeber unverzüglich zu benachrichtigen. Höhere Gewalt berechtigt sowohl den Auftragnehmer als auch den Auftraggeber, vom Vertrag zurückzutreten. Der Auftraggeber hat jedoch dem Auftragnehmer Ersatz für bereits getätigte Aufwendungen bzw. Leistungen zu geben.
5.2 Als höhere Gewalt sind insbesondere anzusehen: Zufall; Arbeitskonflikte; Kriegshandlungen; Bürgerkrieg; Eintritt unvorhersehbarer Hindernisse, die nachweislich die Möglichkeit des Auftragnehmers den Auftrag vereinbarungsgemäß zu erledigen entscheidend beeinträchtigen.

6. Haftung für Mängel (Gewährleistung)

6.1 Sämtliche Mängelrügen wegen Qualität der Übersetzung sind innerhalb von vier Wochen nach Lieferung (Übertrag der Datenfernübertragung od. Übergabe zur Post) der Übersetzung geltend zu machen. Mängel müssen vom Auftraggeber in hinreichender Form schriftlich erläutert und nachgewiesen werden.
6.2 Zur Mängelbeseitigung hat der Auftraggeber dem Auftragnehmer eine angemessene Frist zur Nachholung und Gelegenheit dazu zu gewähren. Verweigert er diese, so ist der Auftragnehmer von der Mängelhaftung befreit. Werden die Mängel innerhalb der angemessenen Frist vom Auftragnehmer behoben, so hat der Auftraggeber keinen Anspruch auf Preisminderung.
6.3 Wenn der Auftragnehmer die angemessene Nachfrist verstreichen lässt, ohne den Mangel zu beheben, kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten oder Herabsetzung der Vergütung (Minderung) verlangen. Bei unwesentlichen Mängeln besteht weder ein Rücktritts- noch ein Minderungsrecht.
6.4 Gewährleistungsansprüche berechtigen den Auftraggeber nicht zur Zurückhaltung vereinbarter Zahlungen oder zur Aufrechnung.
6.5 Für Übersetzungen, die für Druckwerke verwendet werden, besteht eine Haftung für Mängel nur dann, wenn der Auftraggeber in seinem Auftrag ausdrücklich schriftlich bekannt gibt, dass er beabsichtigt, den Text zu veröffentlichen und wenn dem Auftragnehmer Korrekturfahnen vorgelegt werden (Autokorrektur) bis einschließlich jener Fassung des Textes, nach der keinerlei Änderungen mehr vorgenommen werden. In diesem Fall ist dem Auftragnehmer ein angemessener Kostenersatz für die Korrektur bzw. ein vom Auftragnehmer in Rechnung zu stellendes angemessenes Stundenhonorar zu bezahlen.
6.6 Für die Übersetzung von schwer lesbaren, unleserlichen bzw. unverständlichen Vorlagen besteht keinerlei Mängelhaftung.
Dies gilt auch für Überprüfungen von Übersetzungen nach Punkt 2.9 und 6.5.
6.7 Stilistische Verbesserungen bzw. Abstimmungen von spezifischen Terminologien (insbesondere branchen- bzw. firmeneigene Termini) etc. werden nicht als Übersetzungsmängel anerkannt.
6.8 Für auftragsspezifische Abkürzungen, die vom Arbeitgeber bei Auftragserteilung nicht angegeben bzw. erklärt wurden, besteht keinerlei Mängelhaftung.
6.9 Für die richtige Wiedergabe von Namen und Anschriften bei Vorlagen, die nicht in lateinischer Schrift gehalten sind, übernimmt der Auftragnehmer keinerlei Haftung. In solchen Fällen wird dem Auftraggeber empfohlen, die Schreibweise von Namen und Einzelbezeichnungen auf einem besonderen Blatt in lateinischer Blockschrift vorzunehmen. Dies gilt auch für unleserliche Namen und Zahlen in Geburtsurkunden oder sonstigen Dokumenten.
6.10 Die Zahlenwiedergabe erfolgt nur nach Manuskript. Für die Umrechnung von Zahlen, Maßen, Währungen und dergleichen wird keine Haftung übernommen.
6.11 Für vom Auftraggeber beigestellte Manuskripte, Originale und dergleichen haftet der Auftragnehmer, sofern diese nicht mit der Lieferung dem Auftraggeber zurückgegeben werden, als Verwahrer im Sinne des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches für die Dauer von vier Wochen nach Fertigstellung des Auftrages. Eine Pflicht zur Versicherung besteht nicht. Für die Rückerstattung gilt Punkt 3.9 sinngemäß.
6.12 Für die Bereitstellung von Übersetzern und Dolmetschern wird keinerlei Haftung übernommen, ausgenommen für bei der Auswahl vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
6.13 Für Korrekturleistungen nach Punkt 2.9 wird keine Haftung übernommen, wenn der Ausgangstext nicht zur Verfügung gestellt wird.
6.14 Bei Übermittlung von Übersetzungen mittels Datentransfer (wie E-Mail, Modem usw.) besteht keine Haftung des Auftragsnehmers für dabei entstehende Mängel und Beeinträchtigungen (wie Virusübertragungen, Verletzung der Geheimhaltepflichten), sofern nicht grobes Verschulden des Auftragnehmers vorliegt.
6.15 Eine Haftung für Verlust der dem Auftragnehmer übergebenen Texte und Unterlagen durch Einbruch, Diebstahl, Feuer, Wasser, Strom oder für Verlust bei der Post ist ausdrücklich ausgeschlossen.

7. Schadenersatz:

7.1 Alle Schadenersatzansprüche gegen den Auftragnehmer sind, sofern nicht gesetzlich anderes zwingend vorgeschrieben ist, mit der Höhe des Rechnungsbetrages (netto) begrenzt. Ausgenommen von dieser Beschränkung des Schadenersatzes sind Fälle, in denen der Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurde. Eine Haftung für entgangenen Gewinn oder Folgeschäden besteht nicht.

8. Urheberrecht:

8.1 Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet zu prüfen, ob dem Auftraggeber das Recht zusteht, die Ausgangstexte zu übersetzen bzw. übersetzen zu lassen, sondern ist berechtigt anzunehmen, dass dem Auftraggeber alle jene Rechte Dritten gegenüber zustehen, die für die Ausführung des Auftrages erforderlich sind.
8.2 Bei urheberrechtlich geschützten Übersetzungen hat der Auftraggeber den Verwendungszweck der Übersetzung anzugeben. Der Auftraggeber erwirbt nur jene Rechte, die dem angegebenen Verwendungszweck der Übersetzung entsprechen.
8.3 Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Auftragnehmer gegenüber allen Ansprüchen, die von dritten Personen aus Verletzungen von Urheberrechten, Leistungsschutzrechten, sonstigen gewerblichen Schutzrechten oder Persönlichkeitsschutzrechten erhoben werden, schadlos zu halten. Dies gilt auch dann, wenn der Auftraggeber keinen Verwendungszweck angibt bzw. die Übersetzung zu anderen als den angegebenen Zwecken verwendet.
Der Auftragnehmer muss solche Ansprüche dem Auftraggeber unverzüglich anzeigen und ihm bei gerichtlicher Inanspruchnahme den Streit verkünden. Tritt der Auftraggeber auf die Streitverkündigung hin nicht als Streitgenosse des Auftragnehmers dem Verfahren bei, so ist der Auftragnehmer berechtigt, den Anspruch des Klägers anzuerkennen und sich beim Auftraggeber ohne Rücksicht auf die Rechtmäßigkeit des anerkannten Anspruches schadlos zu halten.

9. Zahlung:

9.1
Die Zahlung hat, sofern nichts anderes vereinbart wurde, 10 Tage nach Ausfolgung der Übersetzung (Fälligkeit) über Datenfernübertragung durch eine Lastschrifteinzugsermächtigung seitens der kontoführenden Bank des Auftragnehmers von der kontoführenden Bank des Auftraggebers ohne Abzug von Skonto zu erfolgen.
9.2 Der Auftraggeber ermächtigt den Auftragnehmer widerruflich, die von ihm zu entrichtenden Zahlungen bei Fälligkeit zu Lasten des Auftraggeber-Kontos mittels Lastschrift einzuziehen.
9.3 Damit ist auch die kontoführende Bank des Auftraggebers ermächtigt, die Lastschriften einzulösen, wobei für diese keine Verpflichtung zur Einlösung besteht, insbesondere dann, wenn das Konto des Auftraggebers die erforderliche Deckung nicht aufweist. Entsteht dem Auftragnehmer jedoch durch Rücklastschrift ein finanzieller Nachteil, in der Regel in Form von Bankspesen, so wird dieser bei erneuter Rechnungslegung netto aufgerechnet.
9.4 Der Auftraggeber hat das Recht innerhalb von 42 Kalendertagen ab Abbuchungstag ohne Angabe von Gründen, aber unter Berücksichtigung von Punkt 6 (Haftung – Mängelhaftung), die Rückbuchung bei seiner Bank zu veranlassen.
9.5 Im Verzugsfall verpflichtet sich der Auftraggeber alle dadurch entstandenen Spesen, insbesondere Mahnspesen und Eintreibungskosten, auch jene eines gewerblichen Inkassounternehmens, zu ersetzen.
9.6 Ist Abholung vereinbart und wird die Übersetzung vom Auftraggeber nicht zeitgerecht abgeholt, so tritt mit dem Tage der Bereitstellung der Übersetzung zur Abholung die Zahlungspflicht des Auftraggebers ein.
9.7 Tritt Zahlungsverzug ein, so ist der Auftragnehmer berechtigt, beigestellte Auftragsunterlagen (z.B. zu übersetzende Manuskripte) zurückzubehalten. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in der Höhen von 2% über dem jeweiligen EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) in Anrechnung gebracht.
9.8 Bei Nichteinhaltung der zwischen dem Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbarten Zahlungsbedingungen ist der Auftragnehmer berechtigt, die Arbeit an den bei ihm liegenden Aufträgen so lange einzustellen, bis der Auftraggeber seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Dies gilt auch für Aufträge, bei denen eine fixe Lieferzeit vereinbart wurde (siehe Punkt 3.1).
9.9 Ist der Wert der Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Wert der Unterlage krass untergewichtig, so ist eine Rückbehaltung nur bis zum Wert der Zahlungsverpflichtung möglich. Durch die Einstellung der Arbeit erwachsen einerseits dem Auftraggeber keinerlei Rechtsansprüche, andererseits wird der Auftragnehmer in seinen Rechten in keiner Weise präjudiziert.

10. Verschwiegenheitspflicht

10.1 Der Auftragnehmer ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass von ihm Beauftragte sich zur Verschwiegenheit verpflichten. Für die Nichteinhaltung dieser Verpflichtung durch die Beauftragten haftet der Auftragnehmer nicht, ausgenommen bei grobem Verschulden bei der Auswahl des Beauftragten.
10.2 Angesichts der elektronischen Übermittlung von Texten und Daten sowie etwaiger anderer Kommunikation in elektronischer Form zwischen dem Auftraggeber und Auftragnehmer kann der Auftragnehmer einen absoluten Schutz von Betriebs- und Informationsgeheimnissen und sonstigen vertraulichen Daten und Informationen nicht gewährleisten, da es nicht auszuschließen ist, dass unbefugte Dritte auf elektronischem Wege auf die übermittelten Texte Zugriff nehmen.

11. Stornierung

11.1 Nimmt der Auftraggeber einen erteilten Auftrag zurück, ohne nach Gesetz oder Vertrag hierzu berechtigt zu sein, müssen die hier bis zur Stornierung entstandenen Kosten erstattet und die bis zum Zeitpunkt der Stornierung eventuell angefertigten Teile der Übersetzungen honoriert werden.

12. Gerichtsstand

Gerichtsstand und Erfüllungsort für alle Vertragsverhältnisse, die diesen Geschäftsbedingungen unterliegen, ist der Geschäftssitz des Auftragnehmers. Für Rechtsstreitigkeiten über das Bestehen oder Nichtbestehen eines solchen Rechtsverhältnisses und für Rechtsstreitigkeiten aus solchen Vertragsverhältnissen ist für Klagen des Auftragnehmers nach Wahl des Auftragnehmers der Gerichtsstand des Auftragnehmers oder der allgemeine Gerichtsstand des Auftraggebers, für Klagen gegen den Auftragnehmer der allgemeine Gerichtsstand des Auftragnehmers ausschließlich zuständig. Es gilt österreichisches Recht als vereinbart.

13. Verbindlichkeiten des Vertrages

Der Vertrag bleibt auch bei rechtlicher Unwirksamkeit einzelner Punkte in seinen übrigen Teilen verbindlich.

Stand: 2006